Das Fotoshooting

Wie läuft ein Fotoshooting bei mir ab?

Ein Fotoshooting besteht für mich aus mehreren Phasen, welche ich in den folgenden Zeilen kurz beschreibe.

Phase 1 – Kontaktaufnahme

Wir haben den Kontakt zueinander aufgenommen und finden im Vorgespräch heraus, ob wir zusammenarbeiten möchten. Am liebsten ist mir, wenn das Vorgespräch bereits persönlich oder zumindest telefonisch stattfindet, da beide Seiten so am schnellsten herausfinden können, ob es passt. Falls die Kommunikation nicht persönlich stattfinden sollte, hätte ich gerne ein paar Polas oder einen Link zu einem Profil mit ein paar Bildern von Dir, damit ich mir ein Bild von Dir machen kann.

Mich interessieren vor allem die folgenden Punkte:
– Wie ist dein Alter?  
– Welche Erfahrungen bringst Du mit?
– Welche Aufnahmebereiche wären denkbar?
– Ist bereits eine konkrete Bildidee vorhanden?
– Wann und wo soll das Fotoshooting stattfinden?
– Wie sollen die entstandenen Bilder verwendet werden?
– Spricht etwas gegen eine Veröffentlichung durch beide Seiten?

Bei den meisten Fragen gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Es soll uns nur helfen, das Ganze richtig einzuordnen und überprüfen, ob wir uns auf eine gemeinsame Fotoidee einigen können.

An dieser Stelle sollte auch der Vertrag durchgesprochen werden um die letzten Missverständnisse gleich am Anfang ausschließen zu können. Diesen Vertrag gehen wir gemeinsam durch. Falls Du keinen eigenen Vertrag als Vorlage hast, kann ich gerne einen Vertrag zur Verfügung stellen. Generell ist der Vertrag bei mir nicht in Stein gemeißelt und kann individuell angepasst werden. 

Phase 2 – Konzeption

Bei der Erstellung des Konzeptes sollten die Ideen und Wünsche vom Fotografen und dem Model einfließen. In der Regel kommt man nach 1-2 Runden im Vorfeld schon sehr weit. Hier arbeite ich je nach Zeit gerne mit einem „Mood-Board“ oder mit der Methode „Story-Telling“. Aber keine Angst – es muss also nicht jedes Bild bis ins Kleinste geplant werden. Das Ziel ist bei beiden Methoden ein gemeinsames Verständnis für das Fotoshooting und die entstehenden Bilder zu bekommen.  

Phase 3 – Vorbereitung

Wenn dann die Idee grob steht, werden noch die notwendigen Sachen (Location, Utensilien, etc.) für das Shooting besorgt und es kann schon losgehen.

Phase 4 – Das Fotoshooting

In der Regel versuche ich mir für ein Fotoshooting zwischen 2 und 4 Stunden inklusive kleiner Pausen zu nehmen. 
Zur Auflockerung und einer entspannten Atmosphäre lasse ich gerne Musik von Spotify über einem kleinen Lautsprecher laufen. Falls Du besondere Musikwünsche hast, ist das kein Problem. 
Während des Fotoshootings machen wir dann 2 – 4 Sets. Damit es etwas Abwechslung gibt, sollten sich diese im Aufbau, der Lichtstimmung und der Kleidung unterscheiden. 
Bei der Anzahl der Sets steht aber Qualität anstatt von Quantität im Vordergrund. Lieber machen wir eins, zwei Set weniger, als einfach nur die letzten Sets auf Kosten der Qualität durchzupeitschen.
Dasselbe gilt auch für Pausen zwischen den Sets. Gerade hier kommt man manchmal auf die besten Ideen.
Begleitpersonen sind kein Problem – vielleicht haben wir dann einen Assistenten…

Phase 5 – Die Bildauswahl

Das Model bekommt von mir recht schnell alle Bilder in niedriger Auflösung via Dropbox-Link. Hier kann man gut die jeweiligen Bilder kommentieren. Zusätzlich gebe ich in einem zusätzlichen Verzeichnis die Bilder mit, welche ich in Photoshop nachbearbeiten werde.  An diesem Punkt haben die Bilder meist schon eine bestimmte Farbstimmung. Hier kann das Model auch die Bilder aus der Gesamtauswahl benennen, welches es noch gerne zusätzlich bearbeitet hätte. Als Zielgröße für die detaillierte Nachbearbeitung sehe ich immer etwa 5-10 Prozent aller geschossenen Bilder.

Phase 6 – Die Nachbearbeitung

Mit dieser Auswahl mache ich mich dann an die Arbeit in Photoshop.
In der Regel bearbeite ich die Bilder moderat nach.
Eine dezente Beauty-Retusche und Herausarbeitung der Kontraste (Lichter/Schatten) für die Plastizität sind aber eigentlich Standard. „Bodymorphing“ oder „Verflüssigen“ wende nur nach vorheriger Abstimmung mit dem Model ganz dezent an.

Mein zeitlicher Ansatz ist, dass die Bilder in einer Woche bearbeitet und übergeben sind. Falls es abzusehen ist, dass die Bearbeitung länger dauern würde, gebe ich in der Regel bereits bei dem Fotoshooting Bescheid. 

Phase 7 – Übergabe der Bilder

Wenn die Bilder fertig bearbeitet sind, übergebe ich die Bilder nochmal in einer größeren Auflösung. Dies geschieht zur Qualitätssicherung und Freigabe. An diesem Punkt kann ich am besten nochmal das eine oder andere Bild nachbearbeiten.

Phase 8 – Veröffentlichungen & Gentlemen-Agreement

Nach der Freigabe der bearbeiteten Bildern durch das Model können diese wie vorher vereinbart veröffentlicht werden.
Bei den unbearbeiteten Bilder würde ich gerne vor einer Veröffentlichung vorher informiert werden, damit ich diese ggf. nochmal anpassen kann.

Wenn ein Model ein bestimmtes Bild nicht veröffentlicht haben möchte, dann akzeptiere ich das und werde das Bild nicht veröffentlichen. Allerdings gilt das Veto für die Veröffentlichung des Bildes dann für beide Seiten. 

TFP oder Pay?

Ich habe keine kommerziellen Interessen und bin deshalb auch für ein paar TFP-Fotoshootings im Jahr offen. TFP bedeutet ja bekanntlich „Time for Prints“. Hier investieren beide Seiten auf vergleichbarem Niveau ihre Zeit um Bilder zur eigenen Verwendung zu erhalten. Falls nur einer Bilder bzw. die Rechte zur Veröffentlichung bekommen soll oder damit aktiv Geld verdienen möchte, ist es für mich ein klarer Fall von einem Dienstleister / Kunden – Verhältnis und sollte entsprechend vergütet werden. Etwa genauso sieht es mit besonderen Locations und besonderen, nur einmalig zu verwendeten Utensilien aus. Hier sollten die Kosten zumindest anteilig aufgeteilt werden, da bei beide Seiten davon profitieren.